Wemlin ist kein Datenkrake

2012-06-22

Die Tagesschau des Schweizer Fernsehens vom 19. Juni zeigte Wemlin prominent als Beispiel im Beitrag "Heikle Datenspur: Gesetzliche Grundlage gefordert". Anlass dafür war eine Studie des Zentrums für Technologiefolgen-Abschätzung des Bundes über die Risiken bei der Erfassung von Ortungsdaten. Grundsätzlich freuen wir uns natürlich, uns und unsere Produkte zur besten Sendezeit im SF TV zu sehen. Im Wemlin-Team jedoch fragten wir uns, ob die damit eingeläutete öffentliche und sehr allgemein gehaltene Diskussion über die Gefahren von persönlichen Daten im Netz nicht am Ziel vorbeischiesst und die wahren Vorteile mobiler Lösungen schliesslich verhindert.

Erfasst Wemlin Ortungsdaten? Speichert er sie auf unbegrenzte Zeit? Werden die persönlichen Daten vielleicht sogar weitergegeben? All diese Fragen können wir mit einem klaren Nein beantworten.

Für die Funktion "Locate me" nutzen wir die Features des iOS-Betriebssystems. Das sind "CoreLocation Framework", "Celltower Triangulation" und GPS. Damit zeigt Wemlin sogar noch auf einem iPod touch die umliegenden Haltestellen an. Das ist für alle Wemlin-Besitzer nützlich und erst recht erfreulich für die, die ohne Mobilfunkvertrag unterwegs sind. Kurz: Die aktuelle Position eines Wemlin-Nutzers bleibt solange auf dem iPhone, bis sie durch die nächste Abfrage überschrieben wird. Dabei werden keinerlei Positionsdaten an einen Server übermittelt.

Eine Anwendung zu entwickeln kostet Geld. Wemlin ist kostenlos für jedermann und jede Frau und wird darum u.a. von Werbung mitfinanziert. Für die Anzeige sogenannter Werbebanner innerhalb von Wemlin, wird der gewählte Fahrplan und die Haltestelle übermittelt. Das aber lässt keinerlei Rückschluss auf eine Person zu, die Wemlin gerade braucht. Einzig und allein identifizierbar ist die IP-Adresse des iPhones, auch daraus können keine persönlichen Daten herausgelesen werden. Kurz: Wemlin übermittelt nur Daten, die auch bei normalen Seitenabfragen im Web weitergegeben werden: IP, Browser, Geräteumgebung.

Natürlich sind wir sehr daran interessiert, welche Wemlin-Funktionen primär gebraucht werden. Dafür setzen wir eine sogenannte Statistik-Library ein. Sie erfasst, welche Funktionen von Wemlin benutzt und wie oft diese Funktionen in einer Session aufgerufen werden. Auch interessiert uns, wie oft Wemlin im App Store heruntergeladen oder aktualisiert wird. Und zuguterletzt möchten wir wissen, wie viele Wemlin-Sessions pro Tag, Monat und Jahr laufen. Aber all diese Daten sind anonym und lassen keine Rückschlüsse auf eine einzelne Person zu.

Wenn Sie nicht möchten, dass wir Ihre anonymisierten Daten auswerten, um Wemlin noch besser zu machen, deaktivieren Sie ganz einfach und jederzeit die Wemlin-Statistik auf Ihrem Gerät. Diesen Service bieten nicht alle Apps. Die meisten Anbieter sagen nicht einmal, dass Statistiken erfasst werden. Wemlin jedoch weist deutlich darauf hin, gerade weil wir unsere Wemlin-Benutzer ganz transparent informieren möchten.

So deaktivieren Sie die Übermittlung anonymisierter Statistikdaten in Wemlin

Starten Sie Wemlin > Tippen Sie auf "Setup" unten rechts > Tippen Sie auf "Einstellungen" oben links, scrollen Sie herunter bis zum Feld "Nutzungsstatistiken" und stellen Sie den "Statistiken senden" Schalter auf "0".

So deaktivieren Sie den Ortungsdienst generell

Sie können auch den ganzen Ortungsdienst (GPS) Ihres Gerätes ausschalten. Damit wird Wemlin aber so gut wie nutzlos, denn die Lokalisierung ist seine wichtigste Funktion. Sie soll Ihnen das Leben erleichtern und automatisch herausfinden, welche Haltestelle Ihnen am nächsten ist und wann die nächsten öffentlichen Verkehrsmittel dort anrollen, egal wo Sie gerade sind.

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